Meldungen

1. Mai: Gemeinsam für höhere Löhne und mehr Freizeit

26. April 2018  Meldungen

Die Wirtschaft boomt. Jahr für Jahr brüstet sich die Bundesregierung mit Wirtschaftswachstum und Erfolgsmeldungen vom Arbeitsmarkt. Doch viele Menschen haben davon nichts: Hunderttausende Langzeitarbeitslose bekommen trotzdem keinen Job und werden von Rechtsauslegern von CDU und CSU auch noch verhöhnt. Und auch wer Arbeit hat, muss sich häufig mit niedrigen Löhnen und Dauerstress auseinandersetzen: Im letzten Jahr wurden über 1,5 Milliarden Überstunden geleistet, ein Großteil davon unbezahlt. Die Hälfte der Beschäftigten bekommt heute weniger Geld als vor 15 Jahren, während die Profite vieler Konzerne in der Zeit drastisch gestiegen sind.

Die kleinste Große Koalition aller Zeiten hat sich zerrissen, lustlos und kraftlos auf die Regierungsbank geschleppt und ihr Totalversagen schon im Koalitionsvertrag festgeschrieben: Sie geht nicht entschieden gegen Niedriglöhne, Tarifflucht, Befristungen und Leiharbeit vor. Und auch bei der Arbeitszeit geht es in die völlig falsche Richtung: Die Groko will längere Tagesarbeitszeiten ermöglichen.

Es muss endlich Schluss damit sein, dass sich die Superreichen und Konzerne die Taschen auf Kosten der Menschen voll machen, die hart arbeiten und viel zu wenig davon haben. Ob im Blaumann oder im Krankenhauskittel, ob mit Wischmopp oder Laptop – nur gemeinsam können wir etwas erreichen und verändern. Wir brauchen die Solidarität der Vielen gegen die Bereicherung der Wenigen“.

DIE LINKE will deshalb die Arbeitswelt umkrempeln: Normal muss sein, was den Menschen dient, nicht was dem Profit der Unternehmen nutzt. DIE LINKE macht am 1. Mai an der Seite der Beschäftigten und der Gewerkschaften Druck für gute Arbeit und gute Löhne und für ein Neues Normalarbeitsverhältnis.

Der Kreisverband der LINKEN. Calw wird am 1. Mai 2018 in Sindelfingen und in Stuttgart an Demo zum 1.Mail teilnehmen.

Dazu möchten wir sie recht herzlich einladen.

DIE LINKE fordert im Rahmen ihrer Offensive für ein Neues Normalarbeitsverhältnis:

  • Löhne rauf, Tarifverträge für alle! Tarifverträge müssen allgemeinverbindlich für alle Beschäftigten einer Branche gelten.
  • Tarifflucht und Lohndumping durch Auslagerungen, Werkverträge und Leiharbeit müssen verboten werden.
  • Mindestlohn von 12 Euro – darunter bedeutet Altersarmut.
  • Sichere und sozial abgesicherte Arbeit für alle statt Befristungen, Leiharbeit und Minijobs!
  • Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit! Frauen müssen endlich genauso viel erhalten wie Männer und die Diskriminierung in der Arbeitswelt beendet werden
  • Gerechte Verteilung der Arbeit! Aktuell sind über drei Millionen Menschen erwerbslos, während andere Berge von Überstunden auftürmen.
  • Mehr Personal statt Überstunden. Die Regierung muss dringend in mehr Personal in Pflege, Kitas und Schulen investieren.
  • Selbstbestimmtere Arbeitszeiten zwischen 28 und 35 Stunden für alle – mit Löhnen, die für ein gutes Leben reichen. DIE LINKE kämpft für Arbeitszeitverkürzung mit Lohnausgleich. Minijobs müssen durch sozial abgesicherte Teilzeitarbeit mit mindestens 20 Stunden pro Woche ersetzt werden.

Termine des Kreisverbands

23. April 2018  Meldungen

Liebe Mitglieder, Unterstützer und Sympathisanten,

der Kreisverband Calw lädt zu einem offenen Treffen am 03. September zum Naturfreundehaus Nagold (In den Mulden 1) ein. Die Themen sind die Kommunalwahl und die bevorstehende Jahreshauptversammlung. Wir freuen uns auf Euer Kommen. 

 

»Fünkchen Hoffnung auf Resozialdemokratisierung«

23. April 2018  Meldungen

Nachricht von Dietmar Bartsch, Sahra Wagenknecht, 23. April 2018

Andrea Nahles ist die erste Frau an der Parteispitze in der mehr als 150-jährigen Geschichte der SPD. Ein Sonderparteitag wählte sie am Sonntag in Wiesbaden. Die Delegierten verpassten Nahles mit einem Ergebnis von 66,3 Prozent aber einen deutlichen Dämpfer. Ihre Gegenkandidatin, Flensburgs Oberbürgermeisterin Simone Lange, schnitt mit 27,6 Prozent stärker ab als erwartet.

„Die Widerstände gegen Nahles in der SPD zeigen, dass es viele in der SPD gibt, die sich mit der Politik des Weiter-so nicht abfinden wollen. Nahles ist und bleibt sogar in der eigenen Partei unpopulär. Offenbar verbinden selbst viele SPD-Delegierte mit Nahles keinen Neuanfang und keine dringend notwendige soziale Wende“, kommentiert Sahra Wagenknecht die Wahl.

Nahles wird das Steuer „nicht herumreißen können, solange sich die SPD an Merkel und Seehofer kettet“, betont Dietmar Bartsch. Allerdings verbänden mit ihrem Ursprung aus der sozialdemokratischen Parteilinken und ihrem Bekenntnis zu Mitte-Links „nicht wenige innerhalb und außerhalb der SPD ein kleines Fünkchen Hoffnung auf die Resozialdemokratisierung der SPD“, sagte Bartsch der Nachrichtenagentur dpa.

Bartsch warnt: „Die Unionsschwestern werden mittelbar nicht nur verbal, sondern sehr konkret politisch einen Ausbruch aus der Mitte nach rechts unternehmen. Schon jetzt treibt eine panische CSU, die im Oktober einen massiven Einbruch in Bayern befürchten muss, das letzte Merkel-Kabinett scharf gen Steuerbord.“ Um so mehr sei es unabdingbar, „dass wir das bundespolitische Mitte-Links-Lager als Option für den Tag X nicht aufgeben. Darin besteht die Verantwortung der neuen SPD-Vorsitzenden Andrea Nahles“, so Bartsch.

Spannende Diskussion in angespannter Lage

19. April 2018  Meldungen

Bundestagsabgeordnete Heike Hänsel zu Gast in Calw


In zwei spannenden Stunden hatten die Mitglieder und Freunde der Linkspartei letzten Freitag Gelegenheit sich über die Solidaritätsarbeit der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden in den kurdischen Gebieten der Türkei und Syrien zu informieren. Angesichts der aktuellen Brisanz der Lage in Syrien mit einer möglichen direkten Konfrontation der Großmächte lag der Schwerpunkt der Diskussion auf der Einschätzung der verfahrenen politischen Lage. Die Zeit war natürlich viel zu knapp. Die Vorstandsmitglieder des Kreisverbandes Dylan Rubisch und Klaus Hering erklärten, dass man dem gestiegenen Diskussionsbedarf Rechnung tragen wird und neben Nagold auch in Calw einen monatlichen Bildungsabend und Treffen einrichten wird.

Veranstaltung mit Heike Hänsel

26. März 2018  Meldungen

Internationale Solidarität der Demokraten

in schwierigen Zeiten

Erdogan – Orban – Kaczynski sind schon an der Macht. Sie machen deutlich, dass sie Macht mit allen, auch undemokratischen Mitteln, verteidigen wollen. Dabei überziehen sie politisch Andersdenkende und Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter mit brutalen Repressionen. Besonderes rabiat verhält sich das Regime Erdogans. Politische Gegnerinnen und Gegner werden mit fadenscheiniger Anklage inhaftiert, erhalten Ausreiseverbot oder werden enteignet.

Dieser Terror reicht über die Geheimdienste und willfährige Parteigänger bis nach Deutschland . Kurdinnen und Kurden sind davon besonders betroffen. Sie leiden unter einem Krieg, den Erdogan mit deutschen Waffen gegen sie führt. Die jüngste Vertreibung der syrischen Kurdinnen und Kurden in Afrin setzt hier einen neuen Höhepunkt.

Heike Hänsel ist Bundestagsabgeordnete, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Leiterin des Arbeitskreises Außenpolitik der Fraktion DIE LINKE im Bundestag.

Sie setzt sich seit Jahren für eine gerechte und friedliche Weltordnung ein. Sie war in verschiedenen Prozessen als Beobachterin vor Ort und organisiert internationale Solidaritätsaktionen.

Die Linke (Kreisverband Calw) lädt zu einer Veranstaltung mit Heike Hänsel aus Tübingen am Freitag, 13. April 2018 um 19:00

in Calw in der Ratsstube am Marktplatz (Saal) ein.